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Dreifaltigkeitskirche

Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren

Dreifaltigkeitskirche

Die Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren, Bayern, ist nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel historischer und architektonischer Pracht. Im Herzen der Kaiser-Max-Straße gelegen, zählt diese Kirche zu den ältesten protestantischen Sakralbauten in Südschwaben, die nach der Reformation errichtet wurden. Ihre lange und ereignisreiche Geschichte, gepaart mit ihrer beeindruckenden Architektur, macht sie zu einem unverzichtbaren Ziel für alle, die diese charmante bayerische Stadt erkunden.

Die Geschichte der Dreifaltigkeitskirche

Die Ursprünge der Dreifaltigkeitskirche reichen bis ins Jahr 1604 zurück, als sie durch den Umbau eines großen weltlichen Gebäudes entstand, dessen Existenz bereits 1504 dokumentiert ist. Dieses Gebäude wurde von Kaiser Maximilian I. aus der Habsburger Dynastie erworben, der die Stadt häufig besuchte. Nach seinem Tod im Jahr 1519 ging das Anwesen an seinen Enkel, König Ferdinand I., über. Im Jahr 1535 tauschte Ferdinand das Haus mit seinem Berater Hans Jakob von Landau zu Waal, der es 1540 an die Stadt Kaufbeuren übergab. Die Stadt verkaufte es dann an die Adligen Hans Jörg und David von Baumgarten, bevor sie es 1565 wieder zurückerwarb.

Bau und Umgestaltung

Im Jahr 1604 stellte der Stadtrat das Gebäude der protestantischen Gemeinde zur Verfügung, was eine schnelle Umgestaltung unter der Leitung des Maurermeisters Georg Harrer und des Zimmermeisters Thomas Schweyer zur Folge hatte. Die Renovierung, bei der große Teile der ursprünglichen Struktur erhalten blieben, wurde in nur 30 Wochen abgeschlossen. Weitere Änderungen erfolgten 1736/37, und der Turm wurde 1821/22 errichtet. In dieser Zeit wurde das Gebäude erhöht, und sowohl die Dachkonstruktion als auch das Gewölbe wurden erneuert. Das Innere der Kirche wurde 1901 neu gestaltet, während die Fassade 1911 eine Auffrischung erhielt. Eine bedeutende Restaurierung fand 1979 statt, um die Kirche für zukünftige Generationen zu erhalten.

Im Jahr 2002 führten Renovierungsarbeiten zur archäologischen Dokumentation der Keller unter der Kirche, Überreste des ursprünglichen Kaiserhauses. Diese Keller, die während der Renovierungen von 1820/21 mit Schutt gefüllt wurden, offenbarten vier verschiedene Bauphasen. Die älteste Phase, aus Tuffstein und Flusskieseln gebaut, stammt möglicherweise aus der Stauferzeit von Kaufbeuren und deutet darauf hin, dass sich an diesem Ort einst das noch nicht identifizierte Amt des Staufer Stadtvogts befand, das erstmals 1224 in Aufzeichnungen erwähnt wurde.

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Architektur und Innengestaltung

Die Fassade zur Kaiser-Max-Straße hin zeichnet sich durch ein hohes Hauptgeschoss über einem Sockelgeschoss aus, das vier spitzbogige Fenster aufweist. Die Wandstruktur und die Portalumrahmung sind modern, während die Empire-Stil-Schnitzereien aus etwa 1822 stammen. Der zweigeschossige, geschwungene Giebel hat seine ursprüngliche Form nicht mehr behalten. Der Kirchturm mit seiner elegant geschwungenen Kuppel befindet sich östlich der Fassade.

Im Inneren beeindruckt die Dreifaltigkeitskirche mit einem flachen Tonnengewölbe und Lunettenfenstern. Die meisten Kirchenfenster sind spitzbogig, mit Ausnahme von zwei ovalen Fenstern. Die beiden Emporen, die während der Renovierungen von 1736/37 hinzugefügt wurden, verleihen der Kirche zusätzlichen Glanz. Die Kanzel, eine Holzkonstruktion mit modernem grauen Finish und Rokoko-Verzierungen, wurde 1764 geschaffen. Viele der Gemälde, die von Hans Ulrich Franck stammen, datieren aus dem 17. Jahrhundert. Das Taufbecken und die Kirchenbänke sind moderne Ergänzungen, die harmonisch mit den historischen Elementen verschmelzen.

Die Orgel

Musikliebhaber werden die Orgel der Kirche zu schätzen wissen, die sich im Laufe der Jahre entwickelt hat. Die ursprüngliche fünfmanualige Orgel, die 1963 von der örtlichen Firma Gerhard Schmid gebaut wurde, verfügte über 57 Register, war jedoch bis zum Jahrtausendwechsel abgenutzt. 2013 baute die Orgelbaufirma Seifert aus Kevelaer eine neue Orgel mit 51 Registern auf drei Manualwerken und einem Pedal. Die Spiel- und Koppeltrakturen sind mechanisch, während die Registertrakturen elektrisch sind. Die Orgel umfasst auch Koppeln wie II/I, III/I, III/II, I/P, II/P und III/P, sowie eine Superoktavkoppel und ein Setzer-System.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren mehr als nur eine Kirche ist; sie ist ein Zeugnis der reichen Geschichte und des kulturellen Erbes der Stadt. Ihre architektonische Schönheit, historische Bedeutung und die ruhige Atmosphäre machen sie zu einem faszinierenden Ziel für Geschichtsinteressierte und gelegentliche Besucher gleichermaßen. Ob ihr von ihrer geschichtsträchtigen Vergangenheit, ihrer beeindruckenden Architektur oder den majestätischen Klängen ihrer Orgel angezogen werdet, die Dreifaltigkeitskirche verspricht ein bereicherndes Erlebnis, das einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

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