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Luitpoldbau

Luitpoldbau Kitzingen

Luitpoldbau

In der malerischen Stadt Kitzingen, mitten im Herzen Bayerns, befindet sich das Heilbad, ein Zeugnis der reichen Geschichte und architektonischen Eleganz der Stadt. Lokal als Luitpoldbau bekannt, diente dieses historische Gebäude einst als öffentliches Badehaus und beherbergt heute die Volkshochschule Kitzingen sowie die Stadtbibliothek. Es bietet eine faszinierende Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, die sowohl Besucher als auch Einheimische in ihren Bann zieht.

Die Ursprünge des Heilbads

Die Geschichte des Heilbads beginnt im frühen 20. Jahrhundert, einer Zeit, in der die hygienischen Bedingungen in Deutschland alles andere als ideal waren. Im Jahr 1906 gab es im gesamten Deutschen Reich nur 19.000 Badewannen. In Kitzingen, wo das Wasserversorgungssystem aus dem Jahr 1864 stammte, waren die meisten Bewohner auf öffentliche Brunnen in der Stadt angewiesen. Das Heilbad wurde als Lösung für diese Zustände konzipiert, initiiert durch die wohltätigen Bemühungen von Wilhelm Meuschel, einem lokalen Weinhändler, der anonym 10.000 Mark spendete, um das Projekt zu starten.

Als die Idee an Fahrt aufnahm, schlossen sich weitere wohlhabende Bürger Kitzingens der Initiative an und trugen mit Geld und Ressourcen bei. Ein bedeutender Fortschritt wurde erzielt, als Julius Preller zusätzliche 30.000 Mark und ein großes Grundstück spendete. Bis 1912 hatte das Projekt 114.000 Mark, hauptsächlich durch private Spenden, gesammelt und bereitete den Weg für den Bau des öffentlichen Badehauses.

Vom Badehaus zum Kulturzentrum

Entworfen von dem Münchner Architekten Georg Völker und später von Coburgs Stadtbaumeister Böhme verfeinert, wurde das Heilbad offiziell Prinz-Luitpold-Bad genannt, zu Ehren des bayerischen Prinzregenten. Der Bau begann im Jahr 1913 mit dem Ziel, verschiedene Bäder, einschließlich Sole- und Heilbädern, anzubieten, als Teil von Kitzingens Bestreben, ein Kurort zu werden.

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs vereitelte jedoch diese ehrgeizigen Pläne. Trotzdem öffnete das Heilbad am 2. Juli 1914 seine Türen, wenn auch ohne das ursprünglich geplante königliche Zeremoniell. Im Laufe der Jahre erweiterte die Einrichtung ihr Angebot um verschiedene therapeutische Bäder und Behandlungen, obwohl sie besonders in den harten Wintern mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, als Kohlemangel zu vorübergehenden Schließungen führte.

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Die Verwandlung des Luitpoldbaus

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde versucht, das Heilbad wieder zu eröffnen, aber die finanziellen Herausforderungen blieben bestehen, was schließlich in den 1970er Jahren zur Schließung führte. Das Gebäude stand kurz vor dem Abriss, wurde jedoch durch die Entscheidung gerettet, es als Kulturzentrum umzunutzen. Umfangreiche Renovierungen begannen 1977, und bis 1982 war das Heilbad als Luitpoldbau wiedergeboren, mit der Volkshochschule und einer erweiterten Stadtbibliothek innerhalb seiner Mauern.

Heute steht der Luitpoldbau als geschütztes historisches Denkmal, seine Architektur ein schönes Beispiel des Prinzregentenstils. Die zentrale Vorhalle des Gebäudes, gekrönt von einer Kuppel, die vom Stuttgarter Schloss Solitude inspiriert ist, und die große Treppe spiegeln noch immer die Eleganz des ursprünglichen Designs wider.

Den Luitpoldbau entdecken

Besucher des Luitpoldbaus werden von seiner beeindruckenden Fassade begrüßt, einer zweiflügeligen, zweistöckigen Mansarddachkonstruktion, die historischen Charme ausstrahlt. Im Inneren sind die Überreste seines früheren Lebens als Badehaus in den nautischen Wandmalereien von Hofmaler Georg Hartner zu sehen, die die Vorhalle schmücken und einen Einblick in die bewegte Vergangenheit des Gebäudes geben.

Die Verwandlung des Heilbads in ein lebendiges Kulturzentrum ist ein Beweis für Kitzingens Engagement, sein Erbe zu bewahren und gleichzeitig modernen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Volkshochschule bietet eine breite Palette an Bildungsprogrammen, während die Bibliothek einen ruhigen Rückzugsort für Bücherliebhaber und Forscher bietet.

Ein unvergesslicher Besuch

Ob ihr Geschichtsbegeisterte seid, Architekturkenner oder einfach nur die kulturellen Angebote Kitzingens erkunden möchtet, das Heilbad ist ein Muss. Seine Reise von einem öffentlichen Badehaus zu einem Zentrum für Bildung und Kultur spiegelt die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit dieser charmanten bayerischen Stadt wider.

Abschließend ist das Heilbad mehr als nur ein Gebäude; es ist ein Symbol für Kitzingens reiche Geschichte und Gemeinschaftsgeist. Wenn ihr durch seine Hallen wandert, betretet ihr nicht nur ein Stück architektonischer Geschichte, sondern erlebt auch das lebendige kulturelle Leben, das weiterhin innerhalb seiner Mauern gedeiht. Verpasst nicht die Gelegenheit, dieses einzigartige Wahrzeichen bei eurem nächsten Besuch in Kitzingen zu erkunden!

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